Derwen Derwydd 

Der riesige Mischwald nrdlich von Darncaer trgt seinen Namen (Druideneiche) nicht umsonst: seit Unzeiten leben im Zentrum des Waldgebietes Elfen und Druiden in Frieden nebeneinander. 

Nur selten gelangen verirrte Reisende oder Jger zu den Auslufern dieses gigantischen Zentrums, dessen Durchmesser ber 10 km betrgt. Wer unaufgefordert versucht, die unsichbare Grenze zu berschreiten, wird nicht weit kommen: Vegetation und Fauna entwicklen dann ein merkwrdiges Eingenleben, das einzig dazu bestimmt scheint, Fremdkrper aus dem uralten Heiligtum fernzuhalten.

Die wenigen, denen es erlaubt ist, das Herz des Derwen Derwydd zu betreten, knden allesamt von der beinahe greifbaren Magie, die den ganzen Wald durchdrungen zu haben scheint. Riesige Bume beschatten die verschlungenen Pfade, die sich um Wurzeln so gro wie Huser winden, in den goldenen Flecken, die das Sonnenlicht durch das Gezweig schickt, nicken die Blten abertausender farbenprchtiger Pflanzen im khlen, wrzigen Wind, und nicht selten begleitet ein wildes Tier den Wanderer in einiger Entfernung, doch voll wundersamem Zutrauen durch das Grn.

Der Wald ist voll von heiligen Orten, Fabeltieren, magischen Pflanzen und Pltzen, und nur die grten sind auf der Karte festgehalten.

Im Nordwesten befindet sich eine Elfensiedlung, die - obwohl gro und weitlufig - so gut mit der Umgebung verschmilzt, dass mancher Unwissende daran vorbeilief. Die Siedlung befindet sich direkt an einem klaren, eiskalten See.

stlich davon liegt ein altes Hgelgrab, in dem dereinst Knige bestattet wurden.

Etwas weiter im Sden, zwischen zwei kahlen, groen Felshgeln, ein weiterer, groer See, dessen Tiefen unergrndlich scheinen.

Sdlich davon stt man wieder auf eine elfische Siedlung, eine kleinere diesmal. Die Elfen hier sind ursprnglich aus dem Norden gekommen, als die Kmpfe zwischen den Fuardwyns und Llanadwyns noch heftig tobten. Sie stehen in engem Kontakt zu ihren Brdern in der westlichen Siedlung.

Noch weiter im Sden liegt das Druidendorf (Tolwydd Derwydd), eine mehr oder minder autarke, kleine Siedlung, in der fast ausschlielich menschliche Druiden leben und ausgebildet werden.

Westlich davon erstreckt sich eine riesige, grasbewachsene Flche hgeligen Landes, auf der der aufmerksame Beobachter mit etwas Glck eine Herde wilder Pferde sichten kann.

Im Nordwesten, aus dem tiefen Wald, erhebt sich eine gigantische, plumpe Felsnadel, aus der sich mehrere Wasserflle mit lautem Tosen in die Tiefe ergieen und zu einem reienden Flu vereinen. Das einzelne Steinhaus, das hier steht, wird von einem der mchtigsten Druiden und Barden Clanngadarns bewohnt.

Im Norden liegt auf einer verwunschenen Lichtung ein alter Steinkreis, und etwa 1 km darber steht der verwitterte Rest eines wohl noch lteren, wesentlich greren Monumentes.

Im Zentrum all dieser erstaunlichen Flecken Erde liegt das eigentliche Herz des Waldes, eine groe Lichtung, die sich auf einem gut 3 km durchmessenden Hgel befindet. In der Mitte ruht ein stiller, tiefer See, in dessen Zentrum eine kleine Insel liegt, auf der ein einzelner, Baumriese steht. Um ihn herum gruppiert sich ein gigantischer Steinkreis, der nur von dem als solcher erkannt wird, der die gesamte Lichtung beschreitet und sich die Lage der einzelnen Steingiganten am Rande der Lichtung verdeutlicht. Im Sden erhebt sich der runde Rcken eines weiteren Hgelgrabes, in dem, sorgsam gesichert und behtet, die groen, alten Druiden ruhen.

Niemand hat jemals die vielen Orte pulsierender, dweomerer Kraft in- und auerhalb des Kreises gezhlt, doch es mssen Dutzende sein. Sie alle sind Teil eines monumentalen Labyrinths, das sich in seiner Gre selbst dem geschulten Auge nur schwer offenbart und schon an den Rndern des gesamten Zentrums mit all seinen Siedlungen, Seen und Flssen beginnt. Wer vermag zu sagen, welche Krfte mit diesem einzigartigen, bermchtigen Fokus entfesselt werden knnen?

